FRÜHLING,
die Zeit der frischen Kräuter und Gewürze

Kräuter und Gewürze dienen nicht allein der geschmacklichen Verfeinerung der Speisen. Mit ihren konzentrierten Aromastoffen wirken sie anregend auf zwei unserer wichtigsten Sinne - Geschmack und Geruch - und tragen nicht unwesentlich zu unserer Gesundheit bei.

 

BASILIKUM

ist ein zartes Kraut, das schnell welkt, daher in letzter Minute an die Gerichte geben. Dem Basilikum wird heilende Wirkung bei Gastritis zugeschrieben, es soll auch Verstimmungen beheben, Müdigkeit vertreiben und die Gehirntätigkeit anregen.

Überdies vertreibt es Fliegen und Mücken.

KRESSE

Geschmack: Kresse schmeckt scharf, ähnlich wie Kren/Meerrettich, riecht angenehm frisch-aromatisch.

Verwendung: Das ganze Jahr hindurch ist frische Kresse im Kästchen zu kaufen. Sie wird zu Salaten aller Art, Kräutersuppen, Fisch, Geflügel und Eiergerichten verwendet. Passt gut zu Frischkäse und Topfen/Quark.

Tipps: Kresse ist „wasserscheu“ und verträgt keine Hitze. Man sollte die zarten Blättchen nicht waschen oder mit kochen, da sie von ihrem Aroma verlieren.

Aufbewahrung: Kresse lässt sich schlecht aufbewahren. Man kann sie problemlos selbst züchten.

Um die Samen zum Keimen zu bringen genügt feuchter Sand, feuchtes Filterpapier oder feuchte Watte, ohne besonderer Pflegemaßnahen, zu jeder Jahreszeit.

 

MAJORAN

Geschmack: Majoran hat einen kräftigen würzigen und leicht herb-aromatischen Geschmack. Er duftet sehr intensiv.

Verwendung: Man kann ihn getrocknet oder frisch verwenden. Passt zu fetten Braten, wie Ente oder Gans, herzhaften Lebergerichten, deftigen Eintöpfen mit Hülsenfrüchten, aber auch zu Bratkartoffeln, Kartoffelsuppe.

Tipps: Wegen des intensiven Aromas braucht man nur wenige Blätter, Majoran verträgt Hitze und kann mitgekocht werden. Interessant sind Gewürzmischungen mit Basilikum, Thymian, Rosmarin und mit dem verwandten Oregano.

Aufbewahrung: Man bewahrt das getrocknete Kraut in einem luftdichten Behälter an einem dunklen, kühlen Ort auf. Frischer Majoran eignet sich zum Einfrieren.

Majoran beruhigt die Nerven.

 

PETERSILIE

Geschmack: Die Petersilie schmeckt würzig-frisch und riecht herb-aromatisch. Man unterscheidet zwischen krauser und glatter Petersilie, wobei glattblättrige Sorte aromatischer ist.

Verwendung: Petersilie ist ein Universalgewürz, das zu unzähligen Gerichten passt. Man verwendet sie zu Salaten, Kräuterbutter, Gemüsegerichten, Eintöpfen, Eierspeisen sowie Fisch-, Fleisch- und Geflügelgerichten. Krause Petersilie eignet sich vor allem zum Dekorieren.

Tipps: Wegen ihres hohen Gehalts an Vitamin C sollte man Petersilie am besten frisch verwenden. Petersilie verträgt sich gut mit Dill, Kerbel, Schnittlauch und Melisse.

Aufbewahrung: Petersilie lässt sich sehr gut einfrieren. Getrocknet verliert sie einen Großteil ihres Aromas.

SALBEI 

Geschmack: Salbei schmeckt bitter-aromatisch, ein bisschen nach Kampfer und duftet kräftig aromatisch. Der sogenannte Ananassalbei ist besonders aromatisch, mit einem ausgeprägten süßen Ananasaroma.

Verwendung: Man verwendet Salbei frisch oder getrocknet. Frische Blätter eigenen sich für Salate, Kräuterbutter oder Kräutertopfen, ansonsten passt er zu Hackbraten, Wild, Geflügel, Schwein oder Leber. Ananassalbei würzt Obstsalate, Kuchen und Cocktails.

Tipps: Da Salbei eine große Würzkraft besitzt, sollte er sparsam verwendet werden, er kann sonst bitter schmecken. Salbei braucht Hitze um sein volles Aroma zu entwickeln. Getrocknete Blätter würzen stärker als frische.

Aufbewahrung: Die getrockneten Blätter bewahrt man in einem luftdichten Behälter an einem kühlen, dunklen Ort auf.

Bitterstoffe regen die Verdauung an und reinigen das Blut. Bei Halsentzündungen ein altbewährtes Gurgelmittel, ebenso bei angeschwollenen Lymphdrüsen und starkem Schwitzen.

 

SCHNITTLAUCH

Geschmack: Schnittlauch schmeckt würzig-frisch und riecht intensiv nach Zwiebel.

Verwendung: Man verwendet ihn am besten frisch. Er passt gut zu Salat, Kartoffel, Fisch- und Nudelgerichten. Außerdem würzt er Kräuterbutter, Kräutersuppen, aber auch Eierspeisen. Zusammen mit Topfen/Quark ergibt er einen beliebten Brotaufstrich.

Tipps: Schnittlauch enthält viel Vitamin C. Er darf nicht erhitzt werden, da sonst seine Würzkraft verloren geht. Schnittlauch sollte nie gehackt, sondern mit einem scharfen Messer oder einer Küchenschere in Röllchen geschnitten werden. Geeignete Partner sind Petersilie, Basilikum, Knoblauch, Estragon oder Kerbel.

Aufbewahrung: Man kann Schnittlauch einfrieren oder zusammen mit anderen Kräutern in Essig einlegen. Zum Trocknen ist Schnittlauch nicht geeignet.

Es gibt noch viele verschiedene Kräuter und es lohnt sich in einem Kräuterbuch nachzuschlagen und zu erkunden was interessant scheint und dann auch auszuprobieren.

Wildkräuter wie z.B. Bärlauch, Brennnessel, Löwenzahn und vieles mehr gibt es zur "Freien Entnahme" in der Natur!

Ich wünsche Ihnen viel Freude und Spaß beim Ausprobieren und Kennenlernen der verschiedensten Aromen!

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Den FRÜHLING ERLEBEN
und GENIESSEN

 

 

... heißt, die „Geschenke“ dieser Jahreszeit mit allen Sinnen genießen:

-  Die Tage werden rasch länger und die Luft wärmer. Machen Sie so oft wie möglich Bewegung im Freien – z.B. Gehen, Walken, Laufen, Rad fahren und einiges mehr, machen jetzt besonders viel Spaß. Spüren Sie die milde Luft und die Sonnenstrahlen auf Ihrer Haut; erfreuen Sie sich an den Farben der Frühlingsblumen, der blühenden Bäume.

-  Jede Jahreszeit hat ihre typischen Obst- und Gemüsesorten. Was bietet sich im Frühling an? Wie wär`s mit Erdbeeren, Rhabarber, Spargel, Radieschen, Kresse, Bärlauch, jungen Löwenzahn- und Brennnesselblätter oder gar Gänseblümchen? Damit macht man jede Blattsalatmischung zu einer Delikatesse. Dabei kommt es nicht auf die Menge an sondern auf die Qualität, d.h. die Frische und Herkunft der Gemüse.

- Rhabarber - eigentlich eine Gemüsepflanze - harmoniert als Kompott besonders gut mit Erdbeeren. Beides eignet sich aber auch sehr gut als Kuchen- und Tortenbelag.

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